über videoformate

was jeweils unter “video” verstanden wird, hat sich im laufe der
zeit immer wieder geändert. videobänder, videokassetten, professionelle
standards, heim-video bis zu digitalem video auf den unterschiedlichsten
speichermedien.

hier ist für interessierte ein überblick über die formate, auf denen video/filme
in den letzten drei jahrzehnten zu bildwechsel gekommen sind –
und von denen die ältesten mittlerweile im videomuseum sind.

es begann mit 1/2-zoll videobändern auch genannt ” japan standard 1″.
das waren offene spulen – ähnlich wie tonbänder.
es gab sie in 30 min und 60 min länge und im wesentlichen von drei herstellern sony / scotch / memorex.
die ersten recorder mit offenen spulen waren die sony cv-geräte
und sie verwendeten eisenoxydbandmaterial. danach kamen av-geräte
und für diese wurden sony-chromdioxyd-bänder verwendet.
letztere wurden ende der 80er jahre von der sog. quietsche-seuche
oder fachtechnischer “sticky-tape-syndrom” befallen. was passierte war:

die beschichtung der bänder löste sich auf und die bänder zogen sich –
unter lautem quietschen – in den abspielgeräten fest.

parallel dazu kamen sog. vcr-recorder (VideoCassettenRecorder) auf den markt – große geschlossene kassetten – bei denen das videoband zwischen zwei aufeinanderliegenden spulen lief. und weil es paralle auch das videoformat
video 2000
undbetamax gab kam es zum sog. formatkrieg um die gunst
der konsumenten und den einzug in die wohnzimmer.

nicht unerwähnt bleibensollen auch diverse versuche mit der sog. “bildplatte

u-matic von sony war genaugenommen das erste echte kassettenformat –
und schon gut eingeführt im amerikanische heim-videomarkt – kam aber erst später nach deutschland auf den markt.
als “semiproessionelles video” wurde es bei den videogruppen das neue
produktionsformat. es löste das halbzoll-video ab, das überwiegend
schwarz/weiß war und eben auch vom materialzerfall bedroht.
ab u-matic war video dann “in farbe”.
es gab cassetten mit 20 / 30 / 60 minuten lauflänge.

betacam und beta sp
gab es auchmit verschieden langen cassetten

dann – den meisten noch gut bekannt kam vhs  und  s-vhs
und
vhs-c eine kleine kassette für die kamera – mit stretchkassette
zum einlegen in den abspielrecorder
dazu dann wieder parallel

Video_8/ hi-8
sehr kleine cassetten -etwa inder grösse von von den ehemaligen toncassetten.
sie leiteten über zu den neuen mini-cassetten-formaten – die es ermöglichten, dass die kameras immer kleiner und leichter wurden.

mini dv / dv-cam
dv-cam gibts auch als große / lange cassetten

und schon sind wir bei den rein digitalen formaten
cd-rom / cd / dvd  und  blue ray

inzwischen wächst die vielfalt von digitalen speicherformaten und codecs mit und ohne hardware-bindung wie usb-stick, flash-speicher, und allen möglichen speicherchips.

wie lange sich informationen – also filme, bilder, videos – in diesen formaten
halten – das zumindest werden wir sehen.