videomuseum

willkommen auf den internetseiten des videomuseums!

das videomuseum ist das restaurationslabor der audiovisuellen archive von bildwechsel. es wurde 2006 eingerichtet – als konsequenz und aus der verantwortung für die der videokollektion übergebenen videos und filme.

konsequenz?

bildwechsel betreut mehrere umfangreiche sammlungen als künstler_innenarchiv .

die videokollektion mit ihrem panoramablick in die letzten vierzig jahre ist einzigartig. zur zeit umfasst sie über 7.000 videos/filme internationaler künstler_innen und filmemacher_innen aus den letzten vierzig jahren.

im einzelnen sind das performancevideos, infobänder, agitationsvideos, dokumentationen, life-mitschnitte, homevideos, videoessays, spielfilme, videotagebücher und kunstvideos. ein schwerpunkt liegt auf künstlerischen experimenten mit den audiovisuellen medien und besonders auf engagierten, selbstproduzierten videos/filmen. der überwiegende teil der videos wurde bildwechsel übergeben, damit die arbeiten auffindbar und einsehbar bleiben.

vielleicht ist papier geduldig – die audiovisuellen speichermedien sind es nicht.

videoformate mit immer neuer gerätetechnik kommen und gehen. in den letzten jahren wurden bei bildwechsel über 1.500 filme/videos auf dvd abgegeben – aber es ist bereits absehbar: auch für  die DVD und ihre abspieltechnik kommt die zeit ins videomuseum umzuziehen.

wenn die materialien, die filme, videos, interviews, performances, ausstellungsaufzeichnungen und künstlerischen installationen trotz formatwechsel zugänglich bleiben sollen, müssen sie immer wieder neu umkopiert/überspielt werden.  das ist eine der konsequenzen des audiovisuellen archivierens und hintergrund für die einrichtung des videomuseums.

verantwortung ?

mit beginn der frühen 70er jahren waren in deutschland semiprofessionelle videogeräte auf dem markt. vor allem propagiert durch die politische medienbewegung entstand eine neu art selbstproduzierter filme auf video – fern von kino und fernsehen.
auch die hochschulen richteten “medienzentren” ein, es gab videofestivals und mehrere alternative videoverleihe. in der anfangszeit bestand die “bildwechsel-videothek” aus eigenproduktionen und weiteren videofilmen, die szeneüblich untereinander ausgetauscht wurden.  während der jeweiligen laufzeit der schnell wechselnden videonormen hat bildwechsel die der kollektion nach und nach übergebenen filme in ihrem jeweils aktuellen format bekommen und in dieser form auch archiviert.

hier entsteht ein museum !

dieser satz stand  in den 80er jahren auf einem damals nicht so ernstgemeinten schild im veranstaltungsraum von bildwechsel.
zwar war es noch nicht abzusehen, dass das medium video sich von nun an durchschnittlich alle 5 jahre neu erfinden würde – mit immer anderen geräten, cassetten, formaten – aber:  die ersten videogeräte, die in europa auch für privat zu kaufen waren, funktionierten plötzlich nicht mehr – das zugehörige videomaterial (halbzoll, japan standart 1)  zersetzte sich.

es dauerte dann noch etwas – aber ab 1996 wuchs die arbeit für die bestandserhaltung und seit 2006 gab es dann ein videomuseum bei bildwechsel mit einem musealen, aber technisch noch funktionsbereiten videogerätepark aus maschinen früherer videoformate – hybrid zusammengeschlossen mit den aktuellen technischen möglichkeiten. 16 audiovisuelle formate können umkopiert werden. im zentrum steht die digitalisierung der anvertrauten filme/videos.

im videomuseum befinden sich inzwischen schon über 2.000 videos alter formate und originale von video/filmen, die in aktueller kopie bei bildwechsel in den räumen der kirchenallee gesichtet werden können.

für bildwechsel ist das re-aktualisieren von ideen, formen, filmen und zusammenhängen und ein mitreflektieren historischer bezüge ein künstlerisches umgehen mit material. auch das archivieren und die arbeit mit vorhandenen beständen ist zeitgemäße künstlerische praxis.

die bildwechsel-archive sind definitiv nicht als ruhezone gedacht, sondern locken künstler_innen und andere interessierte durch eine ständig sich ändernde panoramische ausgangsituation für projekte, vorhaben und veranstaltungen.

für bildwechsel ist bestandspflege künstlerische praxis und – entsprechend präsentiert – publikumsgeeignet. wir organisieren veranstaltungen als archiv-fenster und zeigen programme auf festivals. ein erstes publikumsformat, bei dem das digitalisieren selbst im zentrum steht, ist das “video-denkarium”: ein großes, mobiles freitragendes zelt, als raum im raum – in dessen innerem digitalisiert wird – während der film gleichzeitig durch die zeltwand nach außen projiziert wird und betrachet werden kann. interessierten und neugierigen kann bei dieser gelegenheit erzählt und gezeigt werden, wie es mit der audiovisuellen verlässlichkeit bestellt ist.


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(2011)